Highseason auf Koh Lipe

Beni:
Nachdem wir pünktlich abgeholt wurden, ging’s nun mit dem Speedboat nach Koh Lipe. Da uns schon diese 3 Stunden wie eine Ewigkeit vorkamen, waren wir sehr froh, dass wir ein Schnellboot gewählt hatten. Nach 10 Minuten Fussmarsch am Strand erreichten wir unser Hotel und bezahlten 20’000 Baht für 5 Nächte. Zu unserer Erleichterung war unser Bungalow sauber, tierfrei und modern – war auch so zu erwarten bei diesem Preis! So konnten wir unseren Lipe-Aufenthalt beruhigt in Angriff nehmen. Den ganzen Tag noch nichts gegessen, stürmten wir sofort in eines der ersten Restaurants und beschlossen den Tag in einer Bar zu beenden. In dieser, lernten wir Marco, einen volltattoowierten Glaruser kennen, der uns interessante Geschichten aus ganz Asien erzählte, welche er mit seiner Familie schon erlebt hatte. Während dem ersten Bier, bekam Tahi zu wenig Aufmerksamkeit und fiel einfach so in Ohnmacht!!! Sie sagte mir noch das ihr schwarz vor Augen werde, dann kippte sie schon weg. Mit Hilfe eines Thais, trug ich sie auf eine Liege und sofort waren ca. 10 hysterische Leute um uns herum, welche mir „wertvolle“ Tipps gaben was ich machen sollte. Nach einer Minute erwachte sie aus dem Tiefschlaf und fragte warum man sie nicht weiter träumen liess. 🙂 Die Ursache war schnell gefunden: Da es während der Reise nichts zu trinken gab und sie auch danach vergass (Wasser) zu trinken, war dieser Kollaps absehbar. Von nun an wird ihr Trinkverhalten (unalkoholische Getränke) von mir genau überwacht! Hahaha… Nach dieser Aktion ging’s mit einem kleinen Zwischenstopp bei einem Inder zur Strafe direkt ins Bett!

Tahi:
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, wurde ich von Beni gleich mit Wasser betankt, welches ich ohne Wiederrede trank. Ich weiss, dass ich allgemein schon zu wenig trinke, ca. 1.5 Liter pro Arbeitstag. Und gestern waren es nur 0.5 Liter, bei 35 Grad und salzigem Essen..
Nach dem Frühstück, gingen wir zu Fuss die Insel erkunden. Denn hier gibt es so gut wie keine gefestigten Strassen, sondern nur Trampelpfade und eine geteerte „Walking Street“, welche durch Läden und Restaurants gesäumt ist. Roller werden nur von Einheimischen durch die engen Gassen gefahren, welche teilweise auch als Taxis fungieren. Koh Lipe ist eine eher kleine Insel, sehr gemütlich und hat schöne Strände.

Dem Pattaya-Beach an dem unser Bungalow liegt, ist eine Anlege-Plattform für grössere Schiffe vorgelagert. Von dort aus wird man mit Longtail-Booten an den Strand gebracht. Momentan ist die Insel ein bisschen überlaufen, wir waren nicht die Einzigen mit der Idee Weihnachten hier zu verbringen. Leider regnete es nun seit Tagen und die Sonne kam nicht hervor. So waren wir die meiste Zeit am Essen oder irgendwo Bier trinken. Wir haben einige sehr gute Restaurants mit einheimischem Essen endeckt (Winner in der Kategorie Restaurant ist: Ja Yao) und unsere Lieblingsbar ist die Sawasdee-Bar, wo es super Gin auf Eis gibt! 🙂

Der Wein hier auf Koh Lipe ist erstaunlicherweise auch sehr gut, obwohl er aus einer Art Alubeutel-Tetrapack kommt. Wenn wir nicht gerade am gülleren waren, ging’s mit dem Regenschirm und dem Regenponcho am Strand „sünnelen“. 😉

Leider gibt es hier keine schlechtwetter Beschäftigungen, ausser diverse Shops. Aber es ist alles sehr teuer und demzufolge haben wir hier fast nichts gekauft. Eigentlich wollten wir mit einem Paddelboot um die Insel fahren und die nahe gelegenen, grösseren Inseln anschauen gehen. Aber bei Regen und Wind, liessen wir dies bleiben. Stattdessen gingen wir schnorcheln, im Wasser wird man ja sowieso nass. Wir verschwammen uns quasi im einem Korallenriff in Strandnähe, so dass wir etwa eine halbe Stunde brauchten, bis wir den Ausweg wieder fanden ohne etwas zu beschädigen. Wegen der niedrigen Wassertiefe, ragte das Riff beinahe aus dem Wasser.

Leider war es hier nichts mit Gerätetauchen, die Sicht war nur ca. 3-4 Meter. So hatten wir keine Lust viel Geld auszugeben und dann nichts zu sehen.

An Weihnachten geschah das, was sich alle hier gewünscht haben: Sonne! Zumindest bis 13 Uhr. Wir stürmten an den Strand, badeten ein bisschen und genossen die Sonne in vollen Zügen.

Als wir am Nachmittag die Walkingstreet durchstreiften, hörten wir plötzlich jemanden „Yoohoo yoooohoooooo“ rufen! Wir sahen uns um und entdeckten einen kleinen Stand, angeschrieben mit Mme Yoohoo Pancake. Zum Glück haben wir unseren Yoohoo heute nicht mitgenommen, sonst wäre es dem Ruf plötzlich noch gefolgt und hätte uns verlassen.

Fazit: Koh Lipe mag zwar sehr schön sein, jedoch auch eher teuer, zumindest jetzt in der High Peak Saison. Die Idee einen Tagestrip auf die benachbarte malaysische Insel Langkawi zu machen, warfen wir einerseits wegen den völlig überteuerten Preisen und andererseits weil man bei der Passkontrolle angeblich bis zu 2h am Pier warten müsste, schnell wieder über Bord. Die lange Reise und die somit verbundenen Kosten, sowie die Reisezeit sind es unserer Meinung nach nicht wert nach Koh Lipe zu reisen. Anderswo in Thailand, z.B. auf den Inseln rund um Koh Lanta, wird es genau so schön sein und die Leute wohl freundlicher als hier.

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